SPD kritisiert hektische Last Minute Nachbesserungen bei Finals und Maschseefest: Sicherheit braucht Planung
Die SPD-Ratsfraktion blickt mit großer Vorfreude auf die Finals 2026 und das Maschseefest. Beide Großevents sind eine enorme Chance für Hannover. Um deren Durchführung zu jedem Zeitpunkt zu sichern, war das Abstimmungsverhalten der SPD-Ratsfraktion stets von Verantwortung geprägt.
Massive Kritik übt die SPD-Ratsfraktion jedoch am Krisenmanagement der Stadtspitze. Die kurzfristig eingebrachte Beschlussvorlage von Oberbürgermeister Belit Onay und Sportdezernentin Susanne Blasberg Bense wirft erhebliche Fragen auf. Offenbar fiel erst kurz vor dem Start der Finals auf, dass das bisherige Sicherheitskonzept unzureichend ist. Dass nun plötzlich zusätzliche Poller und Fahrzeugsperren benötigt werden, belegt eine mangelnde Vorplanung. Professionelles Projektmanagement und seriöser Schutz für die Gäste sehen anders aus.
Mangelnde Transparenz und kurzfristiger Druck Zudem lag den Ratsfraktionen die finanziell folgenschwere Vorlage erst wenige Stunden vor der Sondersitzung vor. Eine sorgfältige Prüfung dieses sicherheitsrelevanten Antrags wurde den ehrenamtlichen Ratspolitikern damit unmöglich gemacht. Die SPD-Ratsfraktion fordert von Oberbürgermeister Belit Onay und Dezernentin Blasberg Bense lückenlose Transparenz. Sicherheit bei Großveranstaltungen gelingt nur durch vorausschauende Planung, nicht durch hektische Nachbesserungen wenige Tage vor dem Veranstaltungsbeginn.
Kerstin Klebe Politze, Vorsitzende der SPD-Ratsfraktion, erklärt dazu: „Wenn kurz vor dem Start zweier Großevents das Sicherheitskonzept grundlegend verändert wird und eilig Sperren nachgekauft werden müssen, schafft das Misstrauen. Die Stadt hat heute auf Nachfrage der Presse erklärt, dass die Polizei ein verstärktes Sicherheitskonzept gefordert habe. Dieser Widerspruch erzeugt Verunsicherung. Der Oberbürgermeister muss diese Unklarheiten ausräumen und sofort öffentlich darlegen, wie die Sicherheit der Menschen garantiert wird. Die enormen Mehrkosten bereiten uns erhebliche Bauchschmerzen – gerade vor dem Hintergrund, dass Hannovers Sportvereine seit Jahren unter einem massiven Sanierungsstau leiden. Hier fließen kurzfristig Summen ab, die an anderer Stelle dringend gebraucht werden. Da weiterhin viele Fragen völlig offen sind, werden wir als SPD-Ratsfraktion umgehend eine umfassende Akteneinsicht beantragen. Vollkommen inakzeptabel ist zudem, dass Sportdezernentin Susanne Blasberg Bense das Abstimmungsverhalten öffentlich kommentiert und politisch instrumentalisiert hat. Wir prüfen diesen gravierenden Vorgang intensiv – auch eine Einschaltung der Kommunalaufsicht steht im Raum.
Dr. Bala S. Ramani, Vorsitzender der SPD-Ratsfraktion, ergänzt: „Hannover verdient professionelle Großevents. Wir erwarten von der Stadtspitze jetzt eine lückenlose Aufklärung und die volle Unterstützung bei unserer beantragten Akteneinsicht.
„Die SPD-Fraktion wird das weitere Vorgehen der Stadtspitze intensiv begleiten, um Schaden vom Ansehen Hannovers und der Sicherheit seiner Gäste abzuwenden.“