Die SPD-Ratsfraktion Hannover hat heute einen Änderungsantrag zum Kleingartenentwicklungskonzept 2026+ (KEK26+) eingebracht. Die Bereitstellung von bisher vier vorgesehenen Kleingartenflächen wird darin abgelehnt. Damit bekennt sich die SPD- Ratsfraktion zum Kleingartenwesen in Hannover, nachdem die Stadtverwaltung zuvor mit ihrem Beschlussvorschlag für erhebliche Verunsicherung bei Kleingärtnerinnen und Kleingärtnern gesorgt hat. Gleichzeitig bekennt sich die SPD ausdrücklich zum Wohnungsbau und zur Schaffung von zusätzlichem Wohnraum, jedoch ohne die Inanspruchnahme von Kleingartenflächen.

Zudem wird die Stadtverwaltung aufgefordert, das Wohnkonzept 2035 fortzuschreiben und konkrete Vorschläge vorzulegen, wie der zusätzliche Bedarf kompensiert werden kann. Ein besonderer Schwerpunkt soll dabei auf der Umnutzung leerstehender Büroflächen und Bürostandorte zu Wohnraum liegen.

Die Fraktion unterstreicht, dass Kleingärten ein zentraler Bestandteil der Grün- und Freiraumversorgung, der Klimaanpassung und des sozialen Zusammenhalts in den Quartieren darstellen. Ungeachtet dessen hält die Fraktion ausdrücklich an der Zielzahl von 16.792 neu zu schaffenden Wohneinheiten gemäß dem Wohnkonzept 2035 fest.

Darüber hinaus übt die SPD-Ratsfraktion Kritik an der mangelhaften Finanztransparenz der Vorlage. Die in der Drucksache angedeuteten Folgekosten, etwa für Ersatzgärten und den damit verbundenen Personalaufwand, sind weder belastbar dargestellt noch haushalterisch abgesichert. Der Änderungsantrag schafft daher nicht nur einen klaren Planungsauftrag, sondern verbindet die notwendige Wohnraumschaffung mit Rechtssicherheit, finanzieller Nachvollziehbarkeit und einem verlässlichen Schutz von Kleingartenflächen.