SPD fordert unbürokratische Lösungen und eine grundlegende Überarbeitung der Regeln für private E‑Ladeinfrastruktur.

Der Fall des Ehepaars Wallat aus Badenstedt sorgt seit Tagen für berechtigte Irritationen: Obwohl die beiden bereit sind, mehrere tausend Euro in die Hand zu nehmen, um ihr E‑Auto auf dem eigenen Grundstück laden zu können, lehnt die Stadt selbst diese Lösung aus formalen Gründen ab. Für die SPD‑Ratsfraktion ist klar: So darf die Stadt Hannover nicht mit engagierten Bürgerinnen und Bürgern umgehen, die sich für einen Umstieg auf klimafreundliche E-Mobilität entschieden haben.

„Die Stadt muss klimafreundliche Mobilität fördern und nicht im Einzelfall verhindern“, erklärt die Umweltpolitische Sprecherin Anja Schollmeyer. Der Fall Wallat zeige exemplarisch, dass die bestehenden Regelungen und Abläufe dringend auf den Prüfstand gehören. „Wir erwarten von der Verwaltung ein schnelles, pragmatisches und unbürokratisches Handeln. Es kann nicht sein, dass zehn Zentimeter Bordsteinkante den Umstieg auf klimaneutrale Mobilität ausbremsen.“

Für die SPD geht es dabei ausdrücklich nicht um eine Einzelfalllösung oder einen „Flickenteppich“ von Ausnahmen. Vielmehr sieht die Fraktion den Fall als Impuls für eine grundsätzliche, strukturierte und nachhaltige Überarbeitung der städtischen Vorgaben für private Ladeinfrastruktur. Ziel müsse sein, klare, praxistaugliche und bürgerfreundliche Regeln zu schaffen, die Menschen beim Umstieg unterstützen und nicht entmutigen.

Die SPD‑Ratsfraktion erwartet, dass die Verwaltung kurzfristig Vorschläge vorlegt, wie der Zugang zu privater Ladeinfrastruktur erleichtert und bürokratische Hürden abgebaut werden können.