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Christopher Street Day 2021 Foto: SPD-Ratsfraktion Hannover
Hannover ist vielfältig und bunt.

19. Mai 2021: Hannover ist vielfältig und bunt. Zum Christopher Street Day

Hannover ist vielfältig und bunt. Die Pandemie darf keinen Rückschritt für das queere Leben bedeuten. Der Zusammenhalt fängt in Deiner Nachbarschaft an. Du bist ein Teil davon!
Dafür setzt sich die SPD-Ratsfraktion mit aller Kraft ein.
Christopher Street Day 2021 Foto: SPD-Ratsfraktion Hannover
Hannover ist vielfältig und bunt.

Als queerpolitische Sprecherin der SPD-Ratsfraktion richtet Maxi Carl folgende Botschaft zum CSD an Euch:

Liebe queere Community, liebe vielfaltsbewusste Stadtgesellschaft,

Die Pandemie und der plötzliche Wegfall unbeschränkter Reisefreiheit hat die Bedeutung der unmittelbaren Nachbarschaft der Menschen in unserer Stadt deutlich gemacht. Die Stadtgesellschaft ist nur so stark, wie der Rückhalt in der unmittelbaren Nachbarschaft ist.

Schon im Quartier, der Keimzelle unserer Stadtgesellschaft, müssen wir dafür sorgen, dass alle Menschen sich wohlfühlen, Netzwerke aufbauen können und keiner Diskriminierung ausgesetzt sind.

Die geschlechtliche Identität und sexuelle Orientierung sind eine Dimension der Vielfalt. Diese müssen wir schützen. Für die queeren Menschen gehört dafür insbesondere dazu, dass Schutzräume, wie etwa das Queer Unity als erstes queeres Jugendzentrum Niedersachsens, und die Schwule Sau erhalten bleiben. Wichtig ist aber auch, dass Gemeinschaften wie Sportvereine, Jugendtreffs, ehrenamtliche Initiativen, kulturelle, religiöse und humanistische Einrichtungen für Belange queerer Menschen offen und sensibilisiert sind. Das ist eine Grundlage für ein tolerantes und bewusstes Miteinander im Quartier.

Sichtbarkeit queerer Menschen ist eine Bedingung dafür, dass ein Bewusstsein entstehen kann, wie vielfältig unser Leben ist, und eine Grundlage für gegenseitige Toleranz geschaffen werden kann.

Daher haben wir Sozialdemokrat*innen uns in Hannover von 2016 bis 2021 für Folgendes eingesetzt:

- Förderung des CSD in Hannover und mehr Beflaggung zum diesjährigen Idahobit und zum CSD

- Verteidigung der genderumfassenden Sprache im politischen Diskurs

- Initiative zum queeren Online-Stadtplan

- Initiative zur den Queeren Ampelmenschen in der Innenstadt

- Förderung des Beitritts Hannovers zum Sportbündnis FarbenSpiel, dem auch die SPD-Ratsfraktion angehört - für mehr queeres Bewusstsein im Sport

- Beitritt der Stadt zum Rainbow Cities Network

- Fachtag zur Thematik: „Sexuelle Identität als Fluchtursache“

Aber weil uns Queerpolitik auf kommunaler Ebene wichtig ist, setzen wir nicht nur äußere Zeichen des Zusammenhalts. Wenn es schon auf Bundesebene koalitionsbedingt nicht klappt, dann wenigstens hier vor Ort.

Um das Bewusstsein für queere Belange und das Empowernment für queere Menschen zu stärken, haben wir Sozialdemokrat*innen ebenfalls folgende Projekte gestärkt:

- Förderung der Beratungsstellen wie Osterstraße, des Beratungs- und Therapiezentrums (BTZ), des Männerbüro e.V.; Erhöhung der Förderungen, insbesondere für die Trans*Beratung

- neue Projektförderung für TäBea: Täter*innenarbeit im BTZ

- Förderung der Jugendarbeit von SCHLAU Hannover e.V.

Und da Menschen, die von der Mehrheitsgesellschaft auch Anfeindungen ausgesetzt sind, Schutzräume brauchen, damit sie von innen gestärkt ihre Freiheit zur Selbstbestimmung ihrer geschlechtlichen Identität und sexuellen Orientierung entdecken und sich darüber offen austauschen können, haben wir folgende Einrichtungen und Veranstaltungen gestärkt:

- Förderung des andersraum e.V.

- Förderung des QueerUnity

- Projekt „all bodies swim“ - Trans*Inter*Schwimmen in Hannover

- Haushaltsbegleitantrag zum Erhalt der Schwulen Sau

Der CSD in Hannover ist eine hervorragende Gelegenheit, dies zu feiern und zusammen ins Gespräch zu kommen, wie wir die Errungenschaften für die queere Community als Menschenrecht über das eigene Selbst erhalten.

Auch nach der Wahl werden wir uns für ein vielfältiges Hannover einsetzen: Hierzu gehört die Einrichtung diskriminierungsfreier Schutzorte (sogenannte "safe spaces"), die Sensibilisierung der Netzwerke der Stadtgesellschaft für queere Bedürfnisse, die Unterstützung von Projekten, wie das Mentoringprogramm für queere Jugendliche, und ein Klima der Toleranz mit mehr Sichtbarkeit der queeren Community.

In diesem Sinne: Happy CSD! Happy Pride!

Eure queerpolitische Sprecherin Maxi Carl

Ich stehe Euch für Rückfragen unter maxi.carl@hannover-rat.de zur Verfügung, rufe Euch gern zurück und freue mich auf Eure Anregungen.

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