Die SPD-Ratsfraktion Hannover setzt sich gemeinsam mit CDU und FDP dafür ein, die Chancen des Bundesförderprogramms „Sanierung kommunaler Sportstätten“ bestmöglich für Hannover zu nutzen und nennt Vereine, die sie mit der „Sportmilliarde“ unterstützen möchte.

Mit einem gemeinsamen Änderungsantrag soll die Stadtverwaltung beauftragt werden, neben bereits vorgesehenen Projekten weitere Sportvereine bei der Antragstellung zu berücksichtigen.

Historische Chance fast verspielt
„Dass die Stadtverwaltung zunächst nur ein Projekt einreichen wollte, ist ein Skandal. Wir reden hier über mögliche Fördermittel in Millionenhöhe und die Stadt ruht sich aus“, erklärt Andreas Pieper, sportpolitischer Sprecher der SPDRatsfraktion.

Die SPD-Ratsfraktion hat – gemeinsam mit Unterstützung der CDU und FDP – konkret vier förderfähige Vereine benannt, die die Anforderungen des Bundesprogramms vollständig erfüllen:

  • Verein 78
  • VfL Eintracht Hannover
  • TSV Fortuna Sachsenross Hannover von 1891 e. V.
  • SC Germania List

„Alle vier Vereine erfüllen die Voraussetzungen. Wir wollen mehrere Projekte einreichen und echte Chancen auf hohe Förderbeträge haben. Stattdessen hat der Oberbürgermeister in Kauf genommen, dass Geld in Millionenhöhe verloren geht. Das ist politisches Versagen“, so Pieper weiter.

Falsche Priorisierung in städtischer Abteilung bremst Förderung aus
Nach Einschätzung der SPD-Ratsfraktion liegt ein wesentlicher Grund in der organisatorischen Struktur der Abteilung Sport, Bäder und Eventmanagement. Die Verwaltung könne den Aufwand für die notwendigen Drucksachen und Antragsunterlagen derzeit nicht leisten.

„Dass die Stadtverwaltung personell überlastet ist, ist seit langem bekannt. Doch statt gegenzusteuern, schaut der Oberbürgermeister tatenlos zu. Die Sportvereine und die Menschen in dieser Stadt zahlen den Preis dafür. Und so muss es wieder ein Änderungsantrag von SPD, CDU und FDP regeln, damit wertvolle Fördermittel für Hannovers Vereine nicht verloren gehen“, so Pieper.

Förderbedarf ist deutlich größer
„Mit dem Bundesprogramm zur Sanierung kommunaler Sportstätten stellt der Bund erhebliche Mittel zur Verfügung, um den bestehenden Sanierungsstau abzubauen“, erklärt Andreas Pieper. „Für Hannover ist das eine wichtige Gelegenheit, gezielt in den Vereinssport und damit in den gesellschaftlichen Zusammenhalt unserer Stadt zu investieren.“

Pieper betont zugleich, dass der Förderbedarf im hannoverschen Sport deutlich größer ist: „Selbstverständlich gibt es in Hannover zahlreiche weitere Sportvereine, die ebenfalls dringend Unterstützung benötigen. In diesem Schritt musste jedoch eine Auswahl getroffen werden. Maßgeblich war dabei, dass für die nun benannten Projekte bereits ein ausreichender Planungsstand vorliegt und somit realistische Chancen auf eine erfolgreiche Förderung bestehen.“

Der Änderungsantrag sieht zudem vor, dass die Stadtverwaltung die beteiligten Vereine bei der Erstellung der erforderlichen Unterlagen, Kostenschätzungen und förderrechtlichen Nachweise unterstützt. Ziel ist es, die Anträge fristgerecht und mit möglichst hoher Erfolgsaussicht bis zum 15. Januar 2026 einzureichen.

„Angesichts des engen Zeitrahmens ist es wichtig, jetzt konzentriert zu handeln und die vorhandenen Chancen zu nutzen“, so Pieper weiter. „Jeder zusätzliche Förderantrag erhöht die Möglichkeit, Bundesmittel nach Hannover zu holen und die Sportinfrastruktur nachhaltig zu stärken.“

Abschließend hebt die SPD-Ratsfraktion die konstruktive Zusammenarbeit mit den anderen antragstellenden Fraktionen hervor: „Dass SPD, CDU und FDP diesen Weg gemeinsam gehen, zeigt, dass wir bei zentralen Fragen der Sportförderung parteiübergreifend Verantwortung übernehmen“, so Pieper. „Davon profitieren letztlich die Vereine und die Stadt insgesamt.“