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Dr. Maxi Carl Foto: Dr. Maxi Carl

18. Juni 2021: "Ein wichtiges Signal für mehr Vielfalt" SPD-Fraktion möchte Hannover zur ersten LGBTIQ-Freiheitszone in Deutschland machen

Auf Initiative des Europäischen Parlaments hat sich die EU zur „LGBTIQ Freedom Zone“ erklärt, um sich deutlich gegen die zunehmende Diskriminierung von lesbischen, schwulen, bisexuellen, transgender, intersexuellen und queeren Personen zu positionieren. Die SPD-Ratsfraktion Hannover greift dies jetzt in einem Antrag auf und möchte Hannover zur ersten LGBTIQ-Freiheitszone in Deutschland machen.

Andere europäische Städte wie Lissabon und Wien sind hier bereits mit gutem Beispiel vorangegangen. „Wir wollen das starke Engagement in Hannover für Vielfalt und gegen Diskriminierung mit diesem Beschluss unterstreichen. Europa ist Vielfalt und Freiheit. Und so ist Hannover: vielfältig und frei! Für diese europäischen Werte und den Zusammenhalt kämpfen wir hier - denn Hannover ist Europa.“, erläutert Dr. Maxi Carl, queerpolitische Sprecherin der SPD-Ratsfraktion. Das wichtige Signal, das von einer LGBTIQ-Freiheitszone für mehr Vielfalt ausgeht, soll auch dadurch nach außen deutlich gemacht werden, dass die Regenbogenflaggen in der Stadt nicht nur zum CSD, sondern auch den ganzen Juni, dem Pride Month, gehisst bleiben.

Für uns Sozialdemokrat*innen ist wichtig, dass Hannover mit einer Resolution der europäischen Initiative vor Ort Leben einhaucht. Das bedeutet einerseits, dass Hannover die Maßnahmen zur Förderung und zum Schutz der Rechte von LGBTIQ-Personen fortsetzen soll, und anderseits, dass Mechanismen der strukturellen Diskriminierung der Kampf angesagt wird. „Den Kommunen kommt bei der Bekämpfung der alltäglichen Diskriminierung und Hasskriminalität eine Schlüsselrolle zu. Die Sensibilisierung für queere Themen und die angemessene Förderung, dass das Recht auf die Wahl der eigenen geschlechtlichen Identität und sexuellen Orientierung diskriminierungsfrei ausgelebt werden kann, gelingt vor allem im nächsten räumlichen Umfeld“, führt Carl weiter aus.

„Wir hoffen, dass sich unsere Partner*innen im Rat den Forderungen anschließen werden, damit wir noch vor der Kommunalwahl dieses wichtige Signal senden können“, erklärt Carl abschließend.

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